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| Baseball:
(Tübinger Baseball und Softball Verein Hawks e.V.) |
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Erst lustlos, dann hellwach
(jk) Tübingen. Nachdem die Tübingen Hawks sich mit den München Caribes am Wochenende die Punkte geteilt haben (8:10, 11:0), ist das Feld an der Tabellenspitze der Baseball-Regionalliga weiter zusammengerückt. Eine der schlimmsten Kindheits-Erinnerungen führt ins Kinderzimmer. Dort sperrten die Eltern ihren Sprössling früher mit Vorliebe ein, sobald Freunde der Eltern vorbeikommen waren und ihren Nachwuchs mitgeschleppt hatten. Während die Großen in Ruhe Kaffe tranken, zankte sich der Kleine mit dem unsympatischen Gast stundenlang um Legosteine und Modellautos. Die Tübingen Hawks haben am beim Aufeinandertreffen mit den München Caribes den Gerüchten zufolge wie gewohnt mit Baseballschlägern und –handschuhen gespielt, eigentlich bereitet das den Spielern immer sehr viel Freude. Der Beobachter auf den rostigen Tribünen im stickigen Münchener Ballpark bekam dennoch den Eindruck, als stünden sich hier zwei Kinder gegenüber, die von ihren Eltern zum Spielen gezwungen worden wären. Die Spieler schleppten sich in den Spielpausen lustlos über das Feld, ließen anschließend Bälle verspringen, rannten unkonzentriert um die Spielmale – das erste Spiel erinnerte phasenweise an ein Kellerduell aus der Bezirksliga. Tübingens Pitcher Benjamin Burkhart und Dennis Jeworowski ließen manchmal ihr Können aufblitzen, weil ihre Verteidigung das Wetteifern um die meisten unnötigen Fehler aber anscheinend mit Gewalt gewinnen wollte, gewannen die Caribes Spiel eins mit 10:8. Im zweiten Spiel betrat Marcel Hering den Wurfhügel für Tübingen. Wenn der 23-Jährige in dieser Saison für die Hawks wirft, sind Verteidigung und Offensive plötzlich hellwach, das Gastspiel in München bildete keine Ausnahme. Burkhart, Spielertrainer Daniel Helle, Outfielder Johannes Knuth und Catcher Sebastian Friedmann brachten den Tübinger Offensivmotor ins Rollen, Hering ließ den gegnerischen Angriff erst gar nicht aus der Garage. Der deutliche 11:0-Erfolg änderte aber nichts mehr daran, dass die Konkurrenz den erstplatzierten Tübingern wieder auf die Pelle gerückt ist. „Das war der letzte Split (Siegteilung, Anm.) den wir uns leisten können“, sagte Trainer Helle. Tübingen Hawks: Helle, Cassisa, Führmann, Hering, Burkhart, Jeworowski, Friedmann, Supper, Knuth, Fischer. In der Softball-Verbandsliga steht die SG Tübingen/Herrenberg nach einem 9:3-Erfolg bei den Sindelfingen Squirrels kurz vor dem Titelgewinn. Die Landesliga-Herren der Hawks gewannen gegen die Aalen Strikes vorzeitig mit 15:0.
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Autor: rako
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Artikel
vom 24.08.2010, 11:20 Uhr
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